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LED Messtechnik: Warum wir messen

Interview mit Herrn Christian Hoffmann, LUMITRONIX® LED-Technik GmbH Geschäftsführer

„Eine Investition in Qualität und Wahrhaftigkeit ist eine gute Investition“



Frage: Herr Hoffmann, ein solches Messsystem, wie Sie es angeschafft haben, steht in der Regel in Entwicklungsabteilungen oder in der Produktion von Großkonzernen zur Qualitätskontrolle. Wollen Sie den Herstellern von LEDs Konkurrenz machen?
Hoffmann: Nein, wir sind und bleiben Händler. Aber ein Händler mit besonderem Anspruch. Wir wollen unseren Kunden Dienstleistung anbieten, die ihnen hilft, das, was sie mit LED-Leuchtkörpern erreichen wollen, auch tatsächlich zu erreichen.


Frage: Scheitern ihre Kunden an deren Aufgaben?
Hoffmann: Nein, das Problem ist nicht das Unvermögen der Anwender. Das Problem ist, dass sie mit zu wenigen oder falschen Informationen versorgt werden.


Frage: Informationen über die LEDs – deren Helligkeit beispielsweise?
Hoffmann: Ja, es ist leider so: bei vielen Produkten sind die technischen Angaben unzureichend oder stimmen teilweise auch gar nicht. Fehlinformationen werden oft nicht nur fahrlässig sondern sogar mutwillig zum Kundenfang eingesetzt.


Frage: Und Ihre Angaben sind dann richtig?
Hoffmann: Wir messen nach international anerkannten Standards.


Frage: Warum ist es so wichtig, so exakte Daten zu haben?
Hoffmann: Wenn beispielsweise ein Messestand, ein Arbeitsplatz oder ein Display beleuchtet wird, dann müssen die vorgegebenen Werte genau erreicht werden. Oder wenn ein Handydisplay in den Sparmodus geht, dann soll gleichmäßig abgedimmt werden und es soll nicht im Hintergrund grünlich oder gelblich flackern.


Frage: Sie können also prüfen, ob die LED hält, was sie verspricht?
Hoffmann: Ja, oder ob sie für den geplanten Einsatz geeignet ist. Der Kunde bekommt von uns die relevanten Daten und kann selbst entscheiden ob ihm die Werte für sein Projekt genügen. Oder er kann Vergleiche mit anderen Lichtquellen herstellen sowie echte energetische Bewertungen vornehmen. Auf Wunsch können wir auch auf exakte Vorgabewerte selektieren (z.B. im Bereich von +/- 1nm oder im Bereich weniger mcd, Volt, lumen usw.).


Frage: Gute und schlechte LEDs?
Hoffmann: Na sagen wir: passende. Produktionsbedingt kann es innerhalb einer Charge LEDs mit unterschiedlichen Helligkeiten geben. Wenn die nah aneinander verbaut werden, fällt das unangenehm auf. Wir können diejenigen mir exakt gleicher Lichtmenge und / oder Farbe zusammenführen.


Frage: Nutzen Sie das Messsystem auch für das eigene Sortiment?
Hoffmann: Sicher. Wir haben auch schon bisher ab und an Produkte mit korrigierten Daten angeboten, wenn uns die LED überbewertet vorkam. Auch wenn das zu unserem Nachteil war.


Frage: Inwiefern zum Nachteil ?
Hoffmann: Wenn uns eine LED auffällt, die weniger bringt, als im Datenblatt angegeben, dann haben wir sie mit niedrigerem Wert angeboten. Das kann dann dazu führen, dass man scheinbar beim Wettbewerb, der diese Korrektur nicht vorgenommen hat, für das gleiche Geld mehr Licht bekommt.


Frage: Aber mit dem neuen Messystem wollen Sie vor allem im Kundenauftrag messen und Geld verdienen?
Hoffmann: Wir haben viel Geld in die Hand genommen. Knapp 60.000¤ Investitionen müssen sich rechnen. Wir sehen da einen Markt, weil wir vor allem industriellen Anwendern bei ihren Problemen helfen können. Aber auch eine Investition in Qualität und Wahrhaftigkeit der Daten ist eine gute Investition.
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December 6, 2016 4:05:00 AM CET
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